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Gesundheit & Ernährung

Den Hund kastrieren – ja oder nein?

Bei Verhaltensproblemen wurde früher viel zu schnell eine Kastration in Erwägung gezogen. Heute weiß man glücklicherweise mehr über die Folgen dieses Eingriffs beim Hund, so dass es sich langsam aber sicher herumspricht: Eine Kastration ist kein Allheilmittel für Verhaltensprobleme und sie ersetzt vor allem nicht die Erziehung.
Der Gesetzgeber hat im Tierschutzgesetz klar Stellung bezogen mit dem § 6. Dieser sagt aus, dass einem gesunden Tier weder teilweise noch komplett Organe oder Gewebe entnommen/ amputiert werden dürfen, die keine krankhafte Veränderung aufweisen.

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Was passiert bei einer Kastration?
Bei einer Kastration werden dem Rüden oder der Hündin die Geschlechtsorgane komplett entfernt. Das bedeutet: Das Tier wird unfruchtbar und es können keine oder kaum noch Geschlechtshormone mehr produziert werden. Das plötzliche Fehlen dieser wichtigen Hormone zieht viele Folgen, auch unerwünschte, nach sich. Der Eingriff ist irreversibel.

Was passiert bei einer Sterilisation?
Bei einer Sterilisation bleiben die Geschlechtsorgane im Körper unversehrt, es werden Samenleiter bzw. Eierstöcke sozusagen blockiert (z.B beim Rüden durchtrennt). Die Tiere werden „nur“ zeugungsunfähig.

Übrigens: Ein häufiges Missverständnis ist, dass die Sterilisation bei der Hündin und die Kastration beim Rüden durchgeführt wird. Das stimmt nicht. Beide Eingriffe können bei beiden Geschlechtern durchgeführt werden. Der Unterschied besteht, wie oben beschrieben, nur in der Art des Eingriffs.

Warum ist Kastrieren so folgenreich?
Hormone wirken sich unmittelbar auf das Verhalten aus. Im Körper des Hundes besteht normalerweise ein hormonelles Gleichgewicht. Fehlen nun plötzlich, wie es nach einer Kastration der Fall ist bestimmte, wichtige Hormone, so gerät das komplexe System im Körper durcheinander. Ein Rüde beispielsweise hat nach einer Kastration weniger Testosteron (Sexualhormon). Verstärkte Ängstlichkeit kann eine der Folgen sein. Bei der Hündin kann sich der plötzliche Mangel an weiblichen Hormonen nach einer Kastration gegenteilig auswirken: Sie kann sich unter anderem plötzlich sehr maskulin und „rüde“ zeigen.
Besonders eine zu frühe Kastration (bevor der Hund voll ausgewachsen ist) oder ein Eingriff zum falschen Zeitpunkt können unter Umständen problematisch sein. Für die körperliche ebenso wie die geistige Reifung des Tieres. Die Folgen sind zum Beispiel Stressverhalten und Unsicherheiten. Außerdem macht sich der Mangel an Testosteron speziell beim Rüden in der Entwicklung des Bewegungsapparat bemerkbar: Knochen, Bänder, Sehnen und Muskeln werden von den Hormonen beeinflusst. Die Drehmomente der Bänder und Sehnen sind bei Frühkastraten oft nicht optimal, der Muskelaufbau zu gering und Wachstumsfugen in den Knochen schließen sich nicht vollständig.

Wann kastrieren keinen Sinn macht
WICHTIG: Auf die wenigsten unerwünschten Verhaltensweisen hat eine Kastration, wie erwähnt, wirklich Einfluss, da sie nichts mit dem Sexualtrieb zu tun haben. (Beispiel : Aufreiten. In den meisten Fällen handelt es sich um Übersprungsverhalten)! In diesen Fällen sollte man dem Tier eine Kastration ersparen, weil sie die Probleme nicht lösen wird:
Keine Lösung ist eine Kastration desweiteren beispielsweise bei:
– unerwünschtem Jagdverhalten
– Aggression (aus Angst)
– Territorialverhalten (aus Sorge um Ressourcen oder Unsicherheit)


Wann kastrieren sinnvoll ist:

Problembereiche, für die ein Kastrieren des Tieres tatsächlich eine Lösung sein kann sind unter anderem:

– Erkrankung der Geschlechtsorgane, Gesäuge
– Kryptorchismus beim Rüden
– hohe Triebigkeit / hohes dauerhaftes Stressempfinden
– Mehrhundehaltung gemischt (Kastration/Chip/Sterilisation)
– Formen von Diabetes
– Hündinnen mit schwachem Durchsetzungsvermögen
– Verhinderung der unkontrollierten Vermehrung bei Straßenhunden

Individuell abwägen
Wichtig ist, dass der Hundehalter gemeinsam mit seinem Tierarzt und dem Hundetrainer den Fall des Hundes individuell abwägt. Es gilt zu klären, woher das jeweilige Verhalten rührt und ob eine Kastration tatsächlich Abhilfe schaffen könnte.


Gut zu wissen

Geht es nur darum, einen Hund oder eine Hündin an unerwünschter Fortpflanzung zu hindern, so sollte man mit dem Tierarzt über die Möglichkeit der Sterilisation sprechen.

Will man dagegen ausprobieren, ob bestimmte Verhaltensweise sich nach einer Kastration wirklich bessern würden, kann man dies heute Dank eines Hormonchips tun. Zumindest beim Rüden. Dieser Chip bzw. das Implantat wird unter die Haut eingesetzt und bewirkt eine sogenannte „chemische Kastration“. Der Chip ist bis zu einem Jahr wirksam und während dieser Zeit kann man beobachten, ob sich Verhaltensprobleme wie beispielsweise Aggressionsverhalten bessern. Ist das der Fall könnte eine Kastration hilfreich sein.

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Die großen Probleme der kleinen Zwerge

Chihuahua, Prager Rattler, Yorkshire Terrier & Co. – wir lieben sie, die Hundezwerge, keine Frage. Aber wir dürfen bei aller Liebe nicht vergessen: Ihre Winzigkeit macht sie sehr verletzlich! Und wir Hundehalter müssen Verantwortung übernehmen. Warum das so ist? Wir klären auf.

HuZi-News-Schon-gewusst-ZwerghundeAbweichung vom Normaltyp

Egal ob riesengroß oder winzig klein, starke Abweichungen von der gesunden Wildform des Hundes haben ihren Preis. Denn die Natur hat weder Riesenwuchs noch Miniformate vorgesehen. Allein wir Menschen haben sie geschaffen.
Die sehr großen Rassen im Format von Deutschen Doggen haben beispielsweise – neben einer Reihe anderer Probleme – mit Wachstumsstörungen zu kämpfen. Man muss sie in den ersten Jahren sehr sorgfältig ernähren und körperliche Überlastung unbedingt vermeiden, um schwere Folgeschäden zu verhindern. Sehr kleine Hunde (3,5 kg und weniger) müssen keine so immense Wachstumsleistung vom Welpen bis zum ausgewachsenen Hund vollbringen wie die großen Rassen. Ihre Lebenserwartung ist insgesamt wesentlich höher. Trotzdem bringt der Zwergenwuchs ebenfalls viele Leiden mit sich.

Gesundheitliche Probleme von Zwerghunden

Zu klein ist nicht gesund, denn der Körper funktioniert schlicht irgendwann nicht mehr. Einer der Gründe: Die Kleinwüchsigkeit wirkt sich nicht proportional auf die inneren Organe aus, was bedeutet, dass diese einen viel größeren Anteil an der Gesamtmasse des Hundekörpers haben, als es bei einem normal großen Hund der Fall wäre.
Ähnliches gilt für die Zähne, die sozusagen im winzigen Kiefer nicht genug Platz finden. Unvollständige Gebisse, schmerzhafte Fehlstellungen, Entzündungen oder Zahnausfall sind die Folge.
Zu typischen Leiden von Zwerghunderassen gehören des weiteren Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung), Trachealkollaps (Zusammenfall der Luftröhre), Hypoglykämie (Unterzuckerung), offene Fontanellen und Hydrocephalus (Wasserkopf), um nur einige Beispiele zu nennen.
Aufgrund des viel höheren Stoffwechsels kann bei Zwerghunden zudem eine spezielle Ernährung notwendig sein.

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Gut zu wissen

In dem Wissen, dass ein Hund weit jenseits der natürlichen Wildform irgendwann nicht mehr gesund sein kann, sollten wir uns daher niemals für einen „niedlichen“ Zwerghund unter 2 kg entscheiden. Denn: Es handelt sich um kranke Tiere am Rande der Lebensfähigkeit. Noch immer werden so genannte „Tea Cups“ oder „Minis“, also besonders winzige Exemplare von ohnehin extrem kleinen Rassen wie Chihuahua, Toypudel und Yorshire Terrier, rücksichtslos vermarktet. Solchen unseriösen, tierquälerischen Angeboten kann nur begegnet werden, indem es keine Nachfrage mehr gibt.
Es sollte bei der Auswahl eines Zwerghundes stets die Devise gelten: Je schwerer und größer, desto besser.

CEA – Die Collie Eye Anomalie

Die CEA – Collie Eye Anomalie, auch „Collie eye defect“ oder übersetzt Collie-Augen-Anomalie genannt, ist eine erbliche Fehlentwicklung im Bereich des Augenhintergrundes, die je nach Schweregrad zur vollständigen Erblindung des betroffenen Hundes führen kann. Die genetisch bedingten Veränderungen entstehen beim Welpen bereits im Mutterleib.

Was passiert bei CEA?

HuZi-Hundewissen-Gesundheit-CEA-CollieDie Augen-Anomalie bringt verschiedene Schädigungen beziehungsweise Fehlbildungen an Lederhaut, Aderhaut, Netzhaut oder dem Sehnerv mit sich. Dazu gehören beispielsweise eine zu dünne Netzhaut, Spaltenbildung oder eine Entwicklungsstörung der Blutgefäße. Leichte Fälle von CEA bleiben meist unbemerkt, da die Sehfähigkeit des Hundes nicht oder nur wenig beeinträchtig ist. Im schlimmsten Fall allerdings erblindet der Hund vollkommen, wenn es zum Beispiel als Folge der Collie Eye Anomalie zu einer Netzhautablösung kommt.
Es müssen nicht beide Augen von der CEA betroffen sein, beziehungsweise nicht im gleichen Maße.

Was kann man gegen CEA tun?

Leider gibt es für die Collie Eye Anomalie keine Heilung,HuZi-Hundewissen-Gesundheit-CEA-Collie2 Schmerzen hat der Hund jedoch glücklicherweise keine.
Da es sich um eine autosomal-rezessive Erbkrankheit handelt, die oft unbemerkt an die nächste Generation weitergegeben wird, ist die einzige Prophylaxe ein Test der Zuchttiere. Eine Untersuchung des Augenhintergrunds innerhalb der ersten acht Lebenswochen eines Welpen kann zeigen, ob der Hund betroffen ist oder nicht. Auch ein Gentest ist heute möglich, der eine sichere Diagnose bringt. Von der Collie Eye Anomalie betroffene Tiere müssen von der Zucht ausgeschlossen werden, sonst vererben sie ihr Leiden weiter. Auch wenn sie selbst nicht von den durch die CEA bedingten Fehlentwicklungen betroffen sind, können Hunde das Erbgut in sich tragen.

Welche Rassen sind von Collie Eye Anomalie betroffen?

HuZi-Hundewissen-Gesundheit-CEA-Collie3Wie der Name schon vermuten lässt, leiden fast ausschließlich Collies bzw. Hütehunde an diesem Gendefekt. Es besteht unter anderem eine Rassedisposition (= Veranlagung) für CEA bei: Collies, Shetland Shepdogs, Border Collies, Bearded Collies, Lancashire Heeler und Australian Shepherds. Auch bei Nova Scotia Duck Tolling Retrievern und Langhaar Whippets wurde Collie Eye bereits diagostiziert. Am häufigsten betroffen sind Kurz- und Langhaar-Collies.
Übrigens: Es besteht nicht – wie beispielsweise bei Formen erblich bedingter Taubheit – ein Zusammenhang zwischen CEA und bestimmten Fellfarben.

Alt, aber fit!

So bleibt Ihr Hunde-Senior gesund und zufrieden!

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Eben noch war unser Hund ein frecher Welpe, der die Nase immer vorne hatte und scheinbar über Nacht, läuft er manchmal schon etwas langsam, wenn wir ihn rufen.

Seien Sie sensibel für seine Bedürfnisse, denn die sind schon ein HuZi-News-Gesundheit-Alt-aber-fit-grauer Hundbisschen anders als bei einem jungen Hund.

Wann ist ein Hund alt?
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Aber generell gilt: Sehr große Rassen (Schulterhöhe 60 cm aufwärts) wie der Schweizer Sennenhund altern viel schneller als kleinere. Als besonders langlebig gelten Hunde im Miniformat von 35 cm abwärts. Tatsächlich kann man sagen, dass ein Sennenhund schon mit etwa fünf Jahren als ein Senior betrachtet werden kann, ein Jack Russel dagegen erst mit etwa 9 Jahren die ersten Alterserscheinungen zeigt. Die mittelgroßen Hunde, egal ob Rassehund oder Mischling, liegen dazwischen. Natürlich kommt es auch auf den individuellen Gesundheitszustand das Tieres an, doch die Lebenserwartung ist, wie gesagt, bei den kleineren Hunden nachweislich höher.
Das bedeutet: Sie müssen bei einem Großen früher darauf achten, ihn seinem Alter entsprechend zu behandeln. Erkennen Sie die Anzeichen: höheres Schlafbedürfnis, weniger Bewegungsdrang, sinkendes Leistungsvermögen.

Immer mit der Ruhe…
Auch bei einem gesunden alten Hund werden „die Knochen müde“. Er bewegt sich langsamer, ist weniger aktiv. Altersbedingte Arthrose (Abnutzung und Verknöcherung der Knorpel) ist häufig. Daher gilt die Devise: Die Aktivität dem Hund anpassen. Natürlich möchte und soll der Hund sich weiterhin bewegen, aber längere Radtouren und sehr lange Spaziergänge sollten vermieden werden. Lieber etwas kürzere, dafür aber öfter am Tag. Achten Sie auf ihren Hund: Zeigt er Ermüdungsanzeichen w.z.B.hecheln oder schleicht er langsam neben her, ist es Zeit, an den Rückweg zu denken – und beim nächsten Mal eine kürzere Route zu wählen.
Übrigens: „Denksport“ tut dem alten Hund sehr gut. Nehmen Sie sich doch Zeit, ihm zu Hause in aller Ruhe einige neue Tricks beizubringen, statt mit ihm per Rad über die Felder zu düsen.

Schlechte Sicht und taube Ohren!
Milchige Augen sind bei alten Hunden häufig zu beobachten. Es handelt sich dabei in den meisten Fällen um Kernsklerose, eine normale Alterserscheinung, bei der die Linse im Auge trüber wird. Der Hund sieht schlechter, wird jedoch nicht völlig blind und kommt gut zurecht. Suchen Sie dennoch einen Tierarzt auf, um sicher zu gehen, dass kein Grauer Star vorliegt.
Auch das Hörvermögen eines Hundes nimmt im Alter häufig ab. Durchschnittlich ab dem 8. Lebensjahr. Dies geht schleichend voran und vielfach wird es als Ungehorsam gedeutet, wenn der Hund plötzlich nicht mehr auf Kommandos reagiert! Aber denken Sie daran, bevor Sie sich aufregen: Vielleicht hört ihr Opa einfach schlecht! Lassen Sie ihn bei den ersten Anzeichen beim Tierarzt checken.

Helfer für den Alltag!
Der alte Hund ist nicht mehr so belastbar und mobil. Daher gilt es, sich im Alltag darauf einzurichten. Hohe Sprünge sollte er beispielsweise nicht mehr machen müssen (das gilt übrigens für große schwere Rassen auch schon in der Jugend). So empfiehlt es sich beispielsweise, eine Rampe oder Treppe zum Aus- und Einsteigen ins Auto zu organisieren. HuZi-News-Gesundheit-Alt-aber-fitAuch von Sofa oder Sessel sollte der Oldie nicht mehr springen.
Kaufen Sie eine besonders gepolsterte Decke bzw. ein Kissen zum Schlafen und achten Sie darauf, dass der Hund sich auf seinem Schlafplatz gut ausstrecken kann. Ein Korb mit hohem Rand kann im Alter unbequem und unpraktisch werden.

Ernährung:

Achten Sie darauf, dass ihr Hund im Alter nicht dicker wird. Das belastet sein Herz ebenso wie die Gelenke. Durch reduzierte Aktivitäten kann das aber schnell passieren. Daher gilt: Das Futter sollte weniger Energie und Fett enthalten, dafür aber nährstoffreich sein. Es gibt heute viele gute Futtermittel für alte Tiere im Handel. Manche Fachleute raten auch, den Hund besser mit mehreren kleinen Portionen zu füttern, als nur eine große anzubieten.

Erfrischung aus der Pfütze

Pfui Pfütze!

Den schnellen Drink aus der Pfütze – welcher Hund liebt ihn nicht? Schließlich schmeckt ihm das Wasser viel besser, als unser supersauberes, oft leicht chlorhaltiges Leitungswasser. Aber Achtung: Halten Sie Ihren Hund besser davon ab. Denn vor allem jetzt, wo es wieder wärmer wird, werden die Pfützen zu wahren Brutstätten von Keimen und einem Auffangbecken von Schadstoffen.

Ein Erreger-Eintopf

Wie passiert das? Ganz einfach: Nach einem Regen sammelt sich das Wasser in der Pfütze. Dieses frische Wasser ist noch recht harmlos, doch wenn es erst ein paar Tage, erwärmt von der Frühlingssonne steht, so haben sämtliche Krankheitserreger verschiedenster Art wie Bakterien, Algen oder Parasiten beste Bedingungen. Sie vermehren sich fröhlich. Und je mehr Erreger das Wasser enthält, umso „gefährlicher“.

Zwar sind Hunde relativ hart im Nehmen, weil sie als Aasfresser mit den meisten Keimen gut klar kommen, aber riskieren sollte man nichts! Das Immunsystem Ihres Vierbeiners braucht nur leicht angeschlagen zu sein und schon wird es dem Angriff der Erreger nicht mehr so einfach standhalten.
Eine ganz besondere Gefahr stellen die Leptospiren dar. Diese Bakterien sind die Erreger der gefährlichen Leptospirose. Die Infektionskrankheit wird unter anderem von Mäusen und Ratten über deren Urin übertragen und kann für den Hund tödlich enden. Als Hauptansteckungsquellen für die Vierbeiner (und in seltenen Fällen auch für den Menschen) gelten stehende Tümpel – und Pfützenwasser. Wichtig: Jährliche Impfung beim Tierarzt nicht vergessen!

Chemische Rückstände

Neben Krankheitserregern sammeln sich in einer Pfütze außerdem diverse Umweltgifte und Schadstoffe an. Klar, denn sie werden vom Regen aus der Umgebung direkt in die Pfützen geschwemmt. Seien es chemische Düngemittel oder Gülle von den Feldern, Öl und Benzin von Autos, Reste von Streusalz, Pestizide,  – die Liste an möglichen Giften ist lang und mit ihnen kommt kein Hundemagen wirklich klar! Ersparen sie ihm also besser den Schadstoff-Cocktail.

Besser: Wasser to Go

Wer auf Nummer sicher gehen und dem Hund auf langen Spaziergängen etwas zu trinken anbieten möchte, der sollte besser eine Flasche Wasser einpacken. Oder aber einen Abstecher an einen Bach oder See machen. Denn fließendes Gewässer oder auch größere Baggerseen bzw. Seen mit Zu- und Ablauf gelten als risikoarm. Der Hund kann in der Regel getrost daraus trinken – und je nach Jahreszeit hineinspringen und sich auch rundherum abkühlen.

Allergien beim Hund

Was ist eine Allergie?

HuZi-Gesundheit-Beitrag-AllergieEine Allergie ist die Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und im Normalfall harmlose Umweltstoffe, welche Allergene genannt werden. Diese Reaktion kann sehr unterschiedlich ausfallen. Bei einem allergischen Schock können die Symptome zum Teil sogar lebensbedrohlich sein.

Wie entsteht eine Allergie beim Hund?

Eine Allergie ist nicht angeboren, sondern entwickelt sich langsam. Sie kann nur entstehen, wenn bereits eine genetische Anfälligkeit vorliegt. Oft ist mindestens ein Elternteil vorbelastet. Durch wiederholten Kontakt mit Allergenen zeigt der Körper eine allergische Reaktion. Allergene können zum Beispiel sein: Futtermittel, Flohspeichel, Gräßer, Pollen, Insektengifte, Milben, Pilze oder auch Medikamente.

Woran kann man eine Allergie beim Hund erkennen?

Häufigstes Merkmal ist der Juckreiz. Oft kommt es infolgedessen zu wundgeleckten oder -gekratzten Hautpartien. Es entstehen Entzündungen und manchmal folgt Haarausfall. Auch Husten, Niesen und entzündete Augen können Symptome einer Allergie sein. Bei einer Futtermittelallergie können Magen-Darm-Probleme mit Durchfall und Erbrechen auftreten.

Wie kann die Allergie diagnostiziert werden?

Zuerst sollten mögliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Ärztliche Untersuchungen sind dann die Grundlage einer Diagnose. Entsprechende Tests können bei der Allergiebestimmung helfen. Zum einen gibt es da den serologischen Test über das Blut und zum anderen den Intrakutantest, bei dem die Allergene in die Haut gespritzt werden und danach die Reaktion beobachtet und vermessen wird. Eine Ausschlussdiät wird bei einer Futtermittelallergie empfohlen.

Welche Allergien werden beim Hund am häufigsten diagnostiziert?

In erster Linie ist hier die Flohallergie bekannt, darauf folgt die atopische Dermatitis, eine Reaktion auf Umweltallergene, w.z.B. Pollen. Die Futtermittelallergie steht an dritter Stelle, hier reagiert der Hund häufig auf tierische und pflanzliche Eiweiße.

Ist eine Behandlung möglich?

Sobald eine Diagnose gestellt werden konnte und die krankheitsauslösenden Allergene festgestellt sind, kann mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden. Eine mögliche Behandlungform ist die Hyposensibilisierung. Natürlich sollte darauf geachtet werden, den Hund so wenig wie möglich mit den Allergenen in Kontakt kommen zu lassen. Bei einer Futtermittelallergie muss eine Futterumstellung stattfinden.

 

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund eventuell an einer Allergie leidet, dann suchen Sie bitte einen Tierarzt oder einen Tierheilpraktiker auf und lassen Sie Ihr Tier untersuchen!

 

Wie entfernt man Zecken richtig bei Hunden und mit welchen Mitteln?

Eine Frage die uns alle beschäftigt, denn der Frühling naht und die kleinen Parasiten machen sich langsam für unsere Fellnasen und uns Menschen startklar.

Drei Wege, um Zecken bei Hunden richtig zu entfernen

Es gibt verschiedene Mittel, eine Zecke bei einem Hund zu entfernen und jeder schwört auf seine Methode, üblich sind eine Zeckenzange, eine Karte oder eine Pinzette.

Wir alle kennen die Gerüchte, dass man die Zecke aus der Haut des Hundes herausdrehen sollte. Dies ist aber in Wirklichkeit keine wirkungsvolle Methode, weil der Stechrüssel der Zecke kein Gewinde hat. Somit hat das Drehen keine Bedeutung.

Zecke raus – so machen Sie es richtig

Bevor Sie beginnen, können Sie eine weitere Person bitten, den Hund festzuhalten, falls ihr Hund dabei unruhig werden sollte. Es ist wichtig, dass die Zecke nicht verletzt wird, weil durch den Speichel Krankheitserreger übertragen werden können. Ebenfalls ist es wichtig, den Körper der Zecke nicht zu zerdrücken.

Haben Sie eine Pinzette oder das Mittel Ihrer Wahl zur Hand, dann greifen sie an den Kopf der Zecke und ziehen diese zügig und gerade aus der Haut des Hundes heraus.

Falls der Kopf mal in der Haut stecken bleiben sollte, ist es nicht dramatisch. Ohne Ihren Körper überlebt keine Zecke. Der Zeckenkopf wird nach einigen Tagen von dem Körper des Hundes abgestoßen. In den wenigsten Fällen kann es zu Entzündungen kommen. Dennoch ist es zu empfehlen, nach dem Entfernen der Zecke, den Stich mit einem Wunddesinfektionsmittel zu reinigen, wie z.B Jodsalbe. Nachdem die Zecke vollständig entfernt wurde, vernichten Sie diese.

Zecken, Borreliose-Überträger auf Hund und Mensch

HuZi-Gesundheit-Zecken-entfernenBorreliose gehört zu den seltenen Infektionskrankheiten, deutschlandweit. Spirochaeta burgdorferi wird der Erreger genannt, der von Zecken übertragen wird. Etwa ein Fünftel der Zecken, die in Waldgebieten vorkommen, trägt diesen in sich. Menschen wie auch Tiere können an der Lyme-Borreliose erkranken, allerdings ist es für die Erkrankung bei Hunden schwer eine Diagnose zu stellen.

Die Inkubationszeit bei Hunden dauert  2 – 5 Monate. Wichtig ist die Früherkennung der Hundebesitzer, weil dann die Erreger möglicherweise noch nicht in das Nervensystem des Hundes gewandert sind.

Mögliche Symptome beim Hund sind u.a. eine reduzierte Futteraufnahme und Fieber. Lahmheit kann beim Hund durch Gelenkschwellungen verursachte werden, was durchaus schmerzhaft ist. Außerdem erkranken häufig die Lymphknoten und Nieren des Hundes. Typisch ist Juckreiz an der leicht geröteten Zeckenbissstelle, Hautreizungen bis hin zu wunden Stellen und lebensbedrohliche Nervenentzündungen gehören zu den typischen Anzeichen.

Bislang ist leider noch kein Impfstoff auf dem Markt, der einen hundertprozentigen Schutz gegen die „europäischen Zecken“ beim Hund bietet.

 …der frühe Vogel fängt die Zecke….

Das frühzeitige Erkennen und Entfernen von Zecken beim Hund spielt deshalb eine so wichtige Rolle, weil der Borreliose-Erreger ggf. erst nach einem Tag von der Zecke auf den Hund übertragen wird. Somit ist das tägliche Absuchen unserer Hunde unverzichtbar und die sicherste Variante sie zu schützen.

Sommer, Sonne, Hund und Hitze

…für uns angenehme Temperaturen, aber auch für unseren Hund?

Die Sonne scheint, die Ferien sind da und viele Menschen fahren in den Urlaub. Der Hund soll mitkommen. Doch Temperaturen, die für uns angenehm sind, können für den Hund zu hoch sein und ihm schaden. Daher sollten wir Menschen darauf achten, dass unsere Hunde sich besonders im Auto nicht in der Hitze, sondern bei angenehmen Temperaturen aufhalten können.

Hitze im Auto

Deshalb sollte man das Auto niemals in der prallen Sonne stehen lassen.HuZi-News-Gesundheit-Hund-im-AutoBereits Temperaturen von über 20°C können dem Hund Probleme bereiten. Parken Sie Ihr Auto im Schatten und kurbeln Sie die Fenster so herunter, dass Luftschlitze entstehen. Sso kann sich die Hitze nicht stauen.  Stellen Sie Ihrem Hund immer einen Wassernapf mit frischem Wasser bereit.

Überhitzung beim Hund

Bei zu hohen Temperaturen kann der Hund seine Körpertemperatur nicht mehr nur durch Hecheln und die Pfoten (Fußsohlen) regulieren, er überhitzt. In diesem Fall wird das Blut des Hundes dickflüssig und wichtige Organe, wie die Nieren, bekommen nicht genügend Sauerstoff. Auch der Kreislauf kann dem Hund zu schaffen machen. Besonders Hunderassen wie Boxer, Mops und französische Bulldogge haben durch ihre kurzen Nasen mit den Temperaturen zu kämpfen.

Worauf sollten Sie achten?

HuZi-News-Gesundheit-Hunde im Wasser- SommerIhr Hund sollte bei Hitze nicht zu viel herumtoben oder anstrengende Übungen machen.Lange Spaziergänge werden besser in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlegt. Heißer Boden, wie Sand und Asphalt sollte nach Möglichkeit gemieden werden. Egal wo Sie sind, bieten Sie Ihrem Hund immer frisches Trinkwasser an und schauen Sie nach Schatten und Abkühlung (beispielsweise durch Schwimmen).

 

Hitze und Futter

Ebenfalls sollte der Wasser- und Futternapf öfters gründlich gereinigt werden, da Frisch- und Feuchtfutter bei der Wärme schnell verdirbt. Trockenfutter kann ruhig etwas länger im Napf bleiben.
Beim Füttern sind im Sommer mehrere kleinere Portionen für den Hund angebracht. Diese sollten in den kühlen Morgen- und Abendstunden angeboten werden. Auch darf Trinken und Fressen nicht direkt aus dem Kühlschrank gegeben werden, da gekühlte Nahrung bei den Hunden Verdauungsprobleme verursachen kann.

Schnelle Hilfe bei Überhitzung

Falls es doch einmal zur Überhitzung des Hundes kommen sollte, bringen Sie ihn sofort in den Schatten und gegebenenfalls aus dem Auto heraus. Kreislaufprobleme können Sie an Ihrem Hund am Zahnfleisch ablesen. Im normalen Zustand sollte dies rot sein und bei sanftem Druck einen weißen Punkt zeigen, der schnell wieder verschwindet.

Hat der Hund Kreislaufprobleme, sieht das Zahnfleisch weiß-blass aus. Außerdem könnte der Hund hyperventilieren, also sehr stark hecheln. In so einem Zustand der Überhitzung darf dem Hund auf keinem Fall zu viel und kaltes Trinkwasser gegeben werden. Der Hund verträgt dann nur wenig und nicht gekühltes Wasser. Zusätzlich können Sie dem Hund die Schnauze und die Nase mit einem Tuch befeuchten, um ihm Abkühlung von der Hitze zu verschaffen.

Achten Sie bei hohen Temperaturen ganz besonders auf Ihren Vierbeiner, dann wird der Urlaub für Familie und Hund ein schönes Erlebnis! ☺